Kampfkünste

Kampfkünste: ihre Formen und Geschichte

Kampfkunst, eine der verschiedenen Kampfsportarten oder Fertigkeiten, hauptsächlich ostasiatischen Ursprungs, wie Kung Fu (Pinyin gongfu), Judo, Karate und Kendō.

Kampfkunst in den verschiedensten Formen


Kampfkünste können in bewaffnete und unbewaffnete Künste unterteilt werden. Zu den ersteren gehören Bogenschießen, Speer- und Schwertkampf; bei den letzteren, die ihren Ursprung in China haben, liegt der Schwerpunkt auf dem Schlagen mit Füßen und Händen oder dem Grappling. In Japan betonte das Training eines Kriegers traditionell das Bogenschießen, die Schwertkunst, den unbewaffneten Kampf und das Schwimmen in der Rüstung. Angehörige anderer Klassen, die sich für den Kampf interessierten, konzentrierten sich auf Künste mit dem Stab, alltägliche Arbeitsgeräte (wie Dreschflegel, Sicheln und Messer) und den unbewaffneten Kampf. Die vielleicht vielseitigste Übung war Ninjutsu, die für militärische Spione im feudalen Japan entwickelt wurde und auch Training in Verkleidung, Flucht, Verstecken, Geographie, Meteorologie, Medizin und Sprengstoff beinhaltete. In der Neuzeit werden Ableitungen einiger der bewaffneten Kampfkünste, wie Kendō (Fechten) und Kyūdō (Bogenschießen), als Sport praktiziert. Ableitungen der unbewaffneten Kampfformen wie Judo, Sumo, Karate und Taekwondo werden ebenso praktiziert wie Selbstverteidigungsformen wie Aikido, Hapkido und Kung Fu. Vereinfachte Formen des Tai Chi Chuan (Taijiquan), einer chinesischen Form des waffenlosen Kampfes, sind als gesundheitsfördernde Übung beliebt, ganz losgelöst von kriegerischen Ursprüngen. Ableitungen vieler der bewaffneten und unbewaffneten Formen werden als Mittel zur spirituellen Entwicklung praktiziert.

Daoismus und Zen

Der primäre verbindende Aspekt der ostasiatischen Kampfkünste, der sie von anderen Kampfkünsten unterscheidet, ist der Einfluss von Daoismus und Zen-Buddhismus. Dieser Einfluss hat zu einer starken Betonung des mentalen und spirituellen Zustandes des Praktizierenden geführt, ein Zustand, in dem die rationalisierenden und berechnenden Funktionen des Geistes außer Kraft gesetzt sind, so dass der Geist und der Körper sofort als Einheit reagieren können, die die sich verändernde Situation um den Kämpfer herum widerspiegelt. Wenn dieser Zustand perfektioniert ist, verschwindet die alltägliche Erfahrung des Dualismus von Subjekt und Objekt. Da dieser geistige und körperliche Zustand auch im Daoismus und Zen zentral ist und erfahren werden muss, um begriffen zu werden, üben viele ihrer Anhänger die Kampfkünste als Teil ihrer philosophischen und spirituellen Ausbildung. Umgekehrt nehmen zahlreiche Praktizierende der Kampfkünste die Praxis dieser Philosophien auf.

Geschichte der Kampfkünste


Uralte Völker aller Art beschäftigten sich mit Kampf, Krieg und Jagd. So hat jede Zivilisation eine ganz eigene Version der Kampfkünste oder des Kampfes entwickelt. Dennoch denken die meisten Menschen an Asien, wenn sie den Begriff Kampfkunst hören. Parallel dazu blühte um das Jahr 600 v. Chr. der Handel zwischen Indien und China. Es wird vermutet, dass in dieser Zeit Informationen über die indischen Kampfkünste an die Chinesen weitergegeben wurden und vica versa.

Die Legende besagt, dass ein indischer Mönch namens Bodhidharma die Übertragung von Chan (China) oder Zen (Japan) nach China ermöglichte, als er nach Südchina zog. Seine Lehren haben viel zu Kampfkunstphilosophien wie Bescheidenheit und Zurückhaltung beigetragen, die auch heute noch Bestand haben. Tatsächlich haben einige Bodhidharma die Initiierung der Shaolin-Kampfkünste zugeschrieben, obwohl diese Behauptung von vielen diskreditiert wurde.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.